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Geschätzte Kollegen/Innen

mit einer kurzen Stellungnahme möchte ich mich zu einigen aktuellen Themen zu Wort melden

1. WAHLEN DES ABGEORDNETEN ZUR NATIONALEN FÜRSORGEKASSA DER GEOMETER
Wie bereits mehrfach angekündigt und bekannt, finden von Dienstag – 9.3.2021 – bis Donnerstag – 11.03.2021 Mittag die Wahlen des Abgeordneten zur nationalen Fürsorgekassa der Geometer statt. Der Region Trentino-Südtirol stehen insgesamt 2 Abgeordnete zu, üblicherweise je einer für eine Provinz, und dies soll auch so für die Zukunft beibehalten werden. Dies ist daher die Gelegenheit, den beiden bisherigen Kollegen – Andrea Cattacin für das Kollegium der Provinz Bozen, Graziano Tamanini für das Kollegium der Provinz Trient – für ihre aufopferungsvolle Arbeit zu danken.
Allerdings ist nicht bloß vonseiten der Eingeschriebenen der Zweifel aufgekommen, in Zeiten der Pandemie die Wahlen nach dem ordentlichen Ritus mit persönlichem Erscheinen am Kollegiumssitz gemäß Statut der Fürsorgekassa abzuhalten, wenn an sich die italienweit ausgegebene Losung lautet, sein Heim nur in dringenden und notwendigen Fällen bzw. aus Arbeitsgründen zu verlassen. Dieses Kollegium hat in diesem Sinne das Anliegen vorgebracht, die Wahlen entweder auf günstigere Zeiten zu verschieben, oder aber eine telematische Stimmabgabe zu ermöglichen; um es kurz zu machen, die Anfragen bis hin ins Justizministerium wurden abschlägig beschieden, die Wahlen müssen in Anwesenheit an drei Tagen im Kollegium abgehalten werden. Dem ist weiter nichts hinzuzufügen, es sei jedem/r Kollegen/In selbst überlassen, ob er/sie sich zur Wahl ins Kollegium bemühen möchte; jedenfalls wurde versichert, dass die Fahrt zum und vom Kollegium als Arbeitsgrund einzustufen ist (freilich fehlen dazu allerdings eindeutige schriftliche Nachweise der Vollzugsorgane ….).

2. STAATSPRÜFUNG
Die Staatsprüfung wurde – im Unterschied zu den Wahlen nach Punkt 1 … – im telematischen Verfahren durch eine 30-minütige Videokonferenz pro Kandidat im Februar abgehalten. Es wird wohl nur der außerordentlich gut arbeitenden Prüfungskommission zu verdanken sein, dass trotzdem ein annehmbares Ergebnis erzielt wurde, und von 48 angetretenen Kandidaten 28 die Prüfung bestanden haben. Jetzt sind wir gespannt, wie viele sich dann ins Berufsalbum eintragen werden … das Kollegium wird – sobald es die Bedingungen erlauben – wieder an der Tradition festhalten, und alle neu zum Beruf befähigten Geometer zu einer Vorstellung des Freiberufes einladen.

3. GESETZ RAUM UND LANDSCHAFT
In unermüdlicher Zusammenarbeit aller technischer Berufskollegien und –kammern wird seit Monaten in regem Austausch mit Landesverwaltung und – politik, Südtiroler Gemeindenverband und Handelskammer versucht, die in der Praxis auftauchenden Probleme zu beseitigen, und die nötigen Anpassungen und Verbesserungen gesetzlicher Natur umzusetzen. Dabei ist festzustellen, dass zwischen den praktischen Erfahrungen von uns Freiberuflern einerseits, und dem Kenntnisstand der Entscheidungsträger andererseits, leider zum Teil erhebliche Unterschiede bestehen, die eine problemorientierte Lösungsfindung nicht immer erleichtern.
Hier eine kurze Zusammenfassung des derzeitigen Standes auf rein informativer Ebene, auf weitere Kommentare wird vorerst bewusst verzichtet:
– In den nächsten Wochen und jedenfalls innerhalb März soll der Gesetzesentwurf verabschiedet werden, der für die Anwendung des Bauanreizes „Superbonus 110%“ die Übernahme der staatlichen Bestimmungen dazu samt und sonders vorsieht; dadurch soll zumindest auch für Südtirol die Tür zur gleichberechtigen Anwendung der steuerlichen Begünstigungen ermöglicht werden wie im restlichen Staatsgebiet.
– Der Einheitsschalter SUAP/SUE muss unbedingt von unnötigem „Ballast“ besonders für kleine Baueingriffe bereinigt werden, dies gilt nicht nur für die von den Technikern vorzulegenden Dokumente, sondern auch für die weitere Verarbeitung im sogen. „backoffice“ der Bauämter.
– Aufgrund der Intervention dieses Kollegiums können jetzt auch Geometer die Rolle des Leiters der Dienststelle der Gemeindebauämter übernehmen.
– Aufgrund der Intervention aller Kollegien und Kammern konnte die Landesverwaltung davon überzeugt werden, eine angepeilte vorgezogene Änderung des Landesgesetzes doch nicht vorzunehmen, mit welcher z.B. die Unerheblichkeit der Balkonabstände bis zu 1,50m wieder aufgehoben werden sollte; dies nicht zuletzt dank der Einbindung dieses Kollegiums in die beratenden Kommission des Nationalrates, welche über den derzeit auf nationaler Ebene vorliegenden Gesetzesentwurf zur Änderung des staatlichen Einheitstextes DPR. 380/2001 befunden hat. Der Text wurde den lokalen Entscheidungsträgern zur Kenntnis gebracht, woraufhin man sich für die Aussetzung der Gesetzesinitiative entschieden hat. Unter anderem soll damit das leidige Problem der Gebäude- und Grenzabstände gemäß MD. 2. April 1968 n.1444/1968 endgültig gelöst werden.
– Sobald in den nächsten Wochen auch technischere Themen wie Baumassenberechnung, urbanistische Nachweise und Eingriffsgebühren usw. in Zusammenarbeit mit den Behörden geklärt werden können, werden wieder entsprechende WEBINARE dazu angeboten.

4. ALLGEMEINES
– Auf der Homepage ist der neue Button „PagoPa“ für die Zahlungen eingeführt worden
– Unter „Kalender“ sind die gesamten Termine der angebotenen Kurse und Webinare dem Datum nach aufgelistet
– Unter Anschlagetafel/Jobangebote sind einige Jobangebote angegeben.

Ich hoffe, einen kurzen Überblick über einige wichtige Themen gegeben zu haben, und wünsche uns allen vornehmlich Gesundheit und Freude am Beruf

Gert Fischnaller

 
 

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Häufige Fragen – FAQ

2021 circolare – ASSEMBLEA GENERALE PER L’APPROVAZIONE DEI BILANCI – Vollversammlung für Bilanzgenehmigungen

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2021.03.30 BLR.DGP.301-Musterbauordnung-Reg.edilizio.tipo.

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Die Geschichte des Geometers

Das Königliche Dekret vom 11. Feb. 1929 Nr. 274, das  diesen Beruf in Italien einführt und dadurch den Vermessungsexperten ersetzt, ermächtigt  den Geometer zur Ausführung von Leistungen in vielen technischen Bereichen, einschließlich der Projektierung von zivilen und ländlichen Bauten und deren Bauleitung, sowie der  topographischen Operationen wie die Landvermessung, und der Schätzung von beweglichen und unbeweglichen Gütern und Vermögenswerten.

Im Jahre 1929, Jahr der Einführung des Berufsstandes des modernen Geometers, war die wirtschaftliche Situation nicht vergleichbar mit der heutigen: die Landwirtschaft produzierte mehr als 80 % des BIP des Landes und beschäftigte mehr als 90% der Bevölkerung. Es bedurfte deshalb einer professionellen Figur mit der Fachkompetenz, um landwirtschaftliche Böden mit der erforderlichen Genauigkeit für die bestmoegliche Nutzung oder für einen Kaufvertrag zu vermessen, zu schätzen, notwendige Gebäude für entsprechende Nutzung und Verwaltung zu planen und auszufuehren, und welche über Kenntnisse für den agrartechnischen Feldbau verfügte.

Der Geometer findet heute Anstellungen auch als technischer Angestellter im Bauamt der Gemeinde, als Bauexperte für die spezifischen Normen des  technischen Bereiches;  die italienischen Geometer arbeiten somit auch als technische Angestellte in der öffentlichen Verwaltung, Betreiber oder Sachverständige in Immobilienagenturen, im Auftrag von Kreditinstituten, Notariatsstudien und Gerichte für Schätzungen und Expertisen. Zu den häufigsten Handlungen gehören die Baubeginnmeldung, die Baukonzession mit Anhängen und Protokollen zu den eigenen Projektierungen für Zivilbauten mit begrenztem Umfang.

Die Berufsbefaehigung als Geometer führt über das Studium der technischen Oberschule (Geometer), und der bestandenen Staatsprüfung für Geometer zur Albumseintragung.

Das Studium sieht die Grundfächer wie Italienisch, Geschichte, Physik, Chemie, Fremdsprache u.a. vor. Die technische Ausbildung beinhaltet technisches Zeichnen, Gebäude, Bautechnik, Kostenberechnung, Topographie, Anlagen, Recht, Wirtschaft, Landwirtschaft und Buchhaltung.

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Kollegium der Geometer und
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